Browsing Tag

java

Indonesien

Java (DE)

DCIM100GOPRO

Von Vulkanen und blauen Flammen

Robin und ich waren schon ein paar Jahre davor in Indonesien. Java aber war ganz neu für uns, da wir davor nur auf den Gilli Islands und auf Bali waren. Java kann man wirklich nicht mit Bali vergleichen. Obwohl ich Bali wirklich liebe, wirkt auf Java noch alles viel authentischer. Jakarta mochten wir beide aber überhaupt nicht und jeder der in Indonesien ankommt, sollte sich nicht von Jakarta abschrecken lassen, denn Jakarta ist nicht wirklich ein guter Repräsentant Indonesiens. Wir sind also von Jakarta gleich nach Yogyakarta. Eine kleine Künstlerstadt in der Mitte von Java. Man sollte sich bewusst sein, dass die Zeitangaben der Busstrecken vor allem um Ramadan stark abweichen. Anstatt 7-10 h haben wir satte 32h zu neunt in einem Minivan verbracht. Das es nur einen Fahrer gab und keine wirklich langen Pausen gab, versteht sich von selbst. Der Fahrstil in Indonesien ist auch nicht jedermanns Sachen: Wildes in den Gegenverkehr fahren und nervtötendes Hupen sind da ganz normal. Ich war mir nach 10h sicher, diese Fahrt nicht zu überleben. Aber Überraschung: Wir haben es tatsächlich nach Yogyakarta geschafft!

Als wir nach gefühlten 100 Stunden endlich da waren, traf mich der Schlag als ich meinen Rücken sah. Im Bus waren wohl meine alten Bekannten aus Australien: Bettwanzen! Ich war von oben bis unten zerbissen. Das hatte zur Folge, dass ich die nächsten Tage mit diesem Problem zu kämpfen hatte, bis ich endlich unsere Sachen mit heißem Wasser in der Dusche waschen konnte und zwar alles!! (Infos und Tipps wird es bald auch in einem extra Beitrag geben )

Aber zurück zu den schönen Dingen: Yogyakarta ist wirklich eine richtig hübsche Stadt. Es gibt überall Shoppingmärkte (mit tollen Ledertaschen und Geldbörsen) , tolle Essenständen und ganz viele Homestays. Homestays sind eine Art von Pension, die von einer einheimischen Familie im eigenen Haus betrieben wird. Leider weiß ich den Namen von unserer nicht mehr, aber es gibt unzählige. Man braucht auch nicht vorher zu buchen, da es die meisten nicht im Internet gibt. Aber keine Sorge, wir haben selbst um Ramadan noch etwas gefunden und das grenzt quasi an ein Wunder. Von Yogyakarta aus kann man  Tempelanlagen besuchen. Zum Beispiel Borobudur und Candy Sewu. Borobudur  ist sogar ein UNESO- Welterbe. Lohnt sich also.
Von Yogyakarta aus sind wir weiter mit dem Zug nach Surabaya. Erste Klasse fahren in Indonesien lohnt sich durchaus. Aber vergisst nicht einen dicken Pullover mitzunehmen, sonst habt ihr danach eine Lungenentzündung. In der ersten Klasse wird man auch noch mit warmen Essen und Getränken versorgt, was mich natürlich sofort überzeugt hat.

In Surabaya angekommen, haben wir eine kleine Agency gefunden und eine nicht ganz billige Tour zum Mount Bromo, zum Ijenplateau mit Übernachtung im Dschungel und direkter Anschlussfahrt im Minivan ( Herr steh mir bei ), nach Bali gebucht. Am ersten Tag mussten wir ziemlich früh morgens aufstehen und sind dann mit einen Jeep zum Vulkan Bromo hochgefahren worden, um dort den Sonnenaufgang über dem Krater zu bewundern. Es war wirklich richtig beeindruckend diesen riesigen Vulkan in einem rosanen Wolkenmeer zu sehen. Das einzige was echt gestört hat, waren die ganzen Touristen.
Danach sind wir weitergefahren und durften den Krater selbst besteigen. Es war schon ein Erlebnis durch dieses Aschefeld zu laufen. Als ich die vielen Treppenstufen sah, wurde mir allerdings ganz anders 😀 Ich schätze mal so 200 Stück in einer fast 90 Grad Ebene.
Nach diesem schweißtreibenden Aufstieg sind wir in den Dschungel gefahren um dort die Nacht zu verbringen. Die Unterkunft war..na ja.. selbst für mich echt nicht so toll…aber ich musste mir ja keine Sorgen machen ich hatte ja schon ohnehin Bettwanzen, mehr konnte mir ja auch nicht mehr passieren. Nachts um 1 Uhr ging es dann los. Wir liefen circa 2h lang einen ewig steil Berg hinauf und es war stockdunkel. Als wir oben ankamen, sah es aus als wären wir auf dem Mond gelandet. Überall Asche und Rauch. Dann sind wir in den Krater geklettert um die blauen Flammen, die durch das Schwefel entstehen, zu beobachten. Es war irgendwie gruselig, aber irgendwie auch wahnsinnig mystisch. Im Dunkeln konnte man wirklich richtige, blaue Flammen sehen. Leider konnte unsere Kamera kein so tolles Foto machen, deshalb müsst ihr unbedingt mal selbst dort hin. Nach den Flammen sind wir dann wieder raufgeklettert auf die Kraterseite um den türkisen Vulkansee bei Sonnenaufgang zu sehen. Es war so kalt, dass wir uns mit ein paar Einheimischen am Lagerfeuer gewärmt haben, bis die Sonne endlich aufging.

DCIM100GOPRO

DCIM100GOPRO

DCIM100GOPRO